Das Holz
Die Eigenschaften des Holzes sind für die Verwendung maßgebend. Neben den allgemeinen Eigenschaften, wie Farbe, Faserverlauf, Glanz und Geruch, sind die wichtigsten Kriterien Rohdichte, Härte, Elastizität, Festigkeit, Feuchtigkeitsgehalt und Leitfähigkeit.

  • Der Feuchtigkeitsgehalt beträgt im frisch geschlagenen Zustand ca. 40-60%. Bezogen auf das Trockengewicht kann das Holz bis zu 150% Wasser enthalten. Da Holz hygroskopisch ist, d.h. dass es sich mit seiner Feuchte der Luftfeuchte seiner Umgebung anpasst, muss bei der Verarbeitung immer berücksichtigt werden, dass es ungehindert «arbeiten» kann.

  • Bei Verwendung in Innenräumen, z.B. für Parkettarbeiten, sollte das Holz zwischen 7-9% Feuchte aufweisen. Untertrocknetes Holz kann zu schweren Bauschäden führen.

  • Parallel zur Stammachse, d.h. in Faserrichtung, ist Holz erheblich härter, es besitzt eine fünf bis zehnmal höhere Zug-, Druck- und Biegefestigkeit als quer dazu.

  • Die Wärmeleitfähigkeit ist wegen der Porigkeit sehr gering, so dass Holz auch sehr gute Wärmedämmeigenschaften besitzt.

  • Die Holzrohdichte berechnet sich aus dem Verhältnis der Masse zum Volumen mit Hohlräumen = 1,56 kg/dm3 ohne Zellhohlräume (Poren). Sie entscheidet bei bestimmten Einsatzzwecken über die Verwendbarkeit des Holzes; beeinflusst Festigkeit, Härte, Abrieb, Bearbeitbarkeit, Trocknung und den chemischen Aufschluss (Zerfaserungsgrad).

  • Rund 30% der Landfläche der Erde sind mit Wald bedeckt. Von etwa 25-30.000 Baumarten werden 700-800 wirtschaftlich genutzt. In Europa bilden etwa 30 Baumarten den Bestand.

  • Allgemein besteht Holz zu etwa zwei Dritteln aus Zellulosefasern, die etwa 1/30 mm breit sind und aus etwa 100 Millionen Kettenmolekülen bestehen. Die Zellulosefasern wiederum werden durch Lignin zusammengehalten. Neben den zwei Hauptbestandteilen Zellulose und Lignin enthält Holz je nach Baumart zusätzlich noch Fette, Öle, Wachse, Harze, Stärke, Zucker sowie Gerb- und Farbstoffe.